Pressemitteilung zum FahrRat am 26.02.2025

Pressemitteilung Netzwerk Fahrradfreundliches Marzahn-Hellersdorf

10.02.2025

Am 26.02.2025 wird der regelmäßig stattfindende „FahrRat“ in Marzahn-Hellersdorf tagen. Dieses Gremium ist in §37 Absatz 8 des Berliner MobG verankert. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten öffentlich.

Aufgrund des 2023 angekündigten Radwegebaustops und der Ankündigung der Verkehrssenatorin im Jahr 2025 lediglich 17,5 km Radwege neu zu errichten, umfassen die Ziele des FahrRats primär das Retten von Leben und die Konfliktreduzierung zwichen Verkehrsteilnehmenden auf vorhandenen Wegen. Letzteres ist bekanntlich auch erklärtes Ziel der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, die hierfür eigens eine monstermäßige Werbekampagne entwerfen ließ. Lediglich an gegenseitige Rücksichtnahme und die Einhaltung der Verkehrsregeln zu appellieren, halten wir für zu kurz gegriffen. Ursachen vieler sogenannter Alleinunfälle sind oft infrastruktureller Natur, wie zum Beispiel das Fehlen von Bordsteinabsenkungen oder Verkehrsführungen, die den Radverkehr unmittelbar durch die Wartebereiche von Haltestellen leiten. Stefan Fruhner vom Netzwerk Fahrradfreundliches Marzahn-Hellersdorf kommentiert dazu: „Der FahrRat wurde im Mobilitätsgesetz eingeführt, um zusammen mit den Bezirksämtern den Aufbau eines zukunftsweisenden Radverkehrsnetzes in Berlin transparent zu unterstützen. Leider werden wir mit stetig schrumpfenden Budgets für Fahrradinfrastruktur konfrontiert, die in Zukunft kaum für die Instandhaltung ausreichen dürften. Im FahrRat verfolgen wir gezwungenermaßen das Ziel der Schadensbegrenzung und versuchen, zumindest die Zahl der schwer verletzten oder im Straßenverkehr getöteten Personen auf ein möglichst niedriges Niveau zu begrenzen. Leider lässt das Bezirksamt einen klaren Fokus auf die Vision Zero vermissen. Unsere Vorschläge wurden in der Vergangenheit zumeist zwar verbal unterstützt, letztlich aber auf unbestimmte Zeit aufgeschoben oder gar gänzlich ignoriert.“

Für die folgende Sitzung möchten wir einen Schwerpunkt auf die Raoul-Wallenberg-Straße und die Landsberger Allee setzen, in der es wiederholt in den vergangenen Jahren getötete Radfahrende zu betrauern gab. „Eigentlich ist die Landsberger Allee ein Relikt vergangener Jahrzehnte, die dringend eine Überarbeitung benötigt. Insbesondere die Radverkehrsführung ist uneinheitlich und an vielen Stellen schlicht gefährlich. Ich hoffe, dass diese Vorschläge, kurzfristig das Fahrradfahren sicherer und attraktiver machen können.“,  ergänzt Marco Johns, Netzwerk Fahrradfreundliches Marzahn-Hellersdorf 

Unsere Vorschläge für den kommenden FahrRat umfassen folgende  Positionen:

  • 2025.01/1) Bitterfelder Brücke – Radweg und linker Fahrstreifen gesperrt, mögliche Optimierung?
  • 2025.01/2) Raoul-Wallenberg-Straße (Wiedervorlage) – Gefahrenstelle auf Höhe der Jan-Petersen-Straße durch plötzliches Umleiten auf Fahrbahn.
  • 2025.01/3) Raoul-Wallenberg-Straße – (Wiedervorlage/Aktueller Stand) – Gefahrenstelle bei Landsberger Allee durch plötzliches Umleiten auf Fahrbahn.
  • 2025.01/4) Landsberger Allee / Pöhlbergstraße – Gefahrenstelle durch Bordstein beim Geradeausfahren
  • 2025.01/5) Landsberger Allee / Blumberger Damm &  Landsberger Allee / Zur Schönagelstraße – Konfliktpotential bei Bushaltestelle und Schleichweg.

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